Weg der Erinnerung
Marsch zum Gedenken an die Holocaustopfer
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„Wir wollen uns erinnern.“ Unter diesem Motto fanden sich am 10. Mai 2011 in Würzburg viele Menschen zusammen, um der Opfer des Holocaust zu gedenken. Zwischen 1941 und 1943 wurden 2063 Menschen aus Unterfranken deportiert und in Vernichtungslager des NS-Regimes gebracht. Während der dritten Deportation 1942 mussten sich jüdische Bürgerinnen und Bürger Würzburgs im Platz’schen Garten versammeln. Ihren Weg zum Verladebahnhof Aumühle vollzogen nun die Teilnehmer des Erinnerungsgangs nach, wobei sie auf Tafeln die Namen der Deportierten bei sich trugen. Auch 60 Schülerinnen der 9. und 10. Klassen am Gymnasium des Mädchenbildungswerks Gemünden beteiligten sich, begleitet vom Schulleiter und drei weiteren Lehrkräften. Im Februar hatten die Schülerinnen der 9. Klassen im Dokumentationszentrum Nürnberg gesehen, wie die Nationalsozialisten durch wuchtige Architektur und aufwändig inszenierte Reichsparteitage Menschen für ihre Ideologie vereinnahmten. Auf dem Weg der Erinnerung wurde nun besonders ergreifend deutlich, welche furchtbaren Auswirkungen der Nationalsozialismus für Millionen von Einzelschicksalen hatte.
Christian von Rhein


